Seyfo Gedenktag

Gedenken den Opfern des Genozids von 1915

Am Dienstag, den 24.04.2018, organisierte der Mesopotamien Assyrische Sport- und Kulturverein Wiesbaden in Zusammenarbeit mit dem Syrisch-Aramäischen Sport- und Kulturverein Wiesbaden, eine gemeinsame Gedenkveranstaltung zu Ehren der Märtyrer des Genozids von 1915.

Die Veranstaltung wurde mit einer Gedenkminute und einer Kranzniederlegung vor dem Mahnmal eröffnet. Unter der Leitung des Dekans der Syrisch-Orthodoxen Kirche St. Jesaja, Sabri Sahin, wurde im Anschluss ein Gottesdienst gehalten.

 

Gemeinsame Forderung

Diana Malki, Maryam Gharibo, Shabo Hadiko, Issa Mascoud und Samuel Alexander hielten Reden im Namen ihrer jeweiligen Organisationen und forderten eine bedingungslose Anerkennung des Genozids durch die Vereinigten Nationen, der Europäische Union (EU) und der Türkischen Regierung.

 

Ein Verbrechen an die Menschheit

Vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges fand ein Genozid an die Christen (Armenier, Griechen und Assyrer) im Osmanischen Reich statt. Innerhalb weniger Monate wurde die Mehrheit der christlichen Bevölkerung systematisch Dezimiert und Vertrieben. Schätzungsweise mehr als 2,5 Millionen unschuldige Menschen fanden dabei den Tod. Ihre Nachfahren, die heute weltweit verstreut Leben, kämpfen immer noch mit den Folgen dieser Ereignisse. Dieses schwarze Kapitel der türkischen Geschichte ist bis dato nicht aufgearbeitet worden. Die heutige Türkei, das als Nachfahre des Osmanischen Reiches gilt, leugnet vehement dieses Verbrechen an die Menschheit.

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